By Ingeborg Eleonore Schäfer

Wenn Sundenbocke fur missratene Politik gesucht werden, geraten die of fentlichen Verwaltungen meist rasch ins Schussfeld des offentlichen Inter esses. Doch im allgemeinen werden weder die Vorwurfe noch ihre Adressa ten naher konkretisiert. In der Regel bleiben die meisten Attacken gegen die Verwaltungen folgenlos. Auch in Zeiten der Rezession und umfanglicher staatlicher Haushaltskurzungen wird der Kern der offentlichen Verwaltun gen in der Bundesrepublik nicht in Frage gestellt. Besondere Beziehungen zwischen den demokratischen Akteuren der Gesellschaft und den Burokra tien zeigen sich in diesem Zusammenhang. So lebt jeder quasi in seinem, System', guy braucht einander und guy stort sich wiederum nicht. Die vorliegende Studie untersucht in einem Landervergleich die Instru mente, die demokratischen Akteuren zur Verfugung stehen, um offentliche Verwaltungen kontrollieren zu konnen. Uberlegungen, die zur vorliegenden Studie fuhren, wurden durch das Projekt "Vollzugsdefizite und Selbststeue rung in der Verwaltung" im Sonderforschungsbereich "Verwaltung im Wan del" an der Universitat Konstanz unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Ellwein initiiert. Prof. Ellwein gilt mein besonderer Dank. Er hat mein Interesse an dem Thema geweckt und mich wahrend der gesamten undergo beitungszeit konstruktiv angespornt. Daruber hinaus unterstutzte er mich bei der Einreichung einer allerdings veranderten Fassung dieser Studie als Habilitationsschrift an der dortigen Sozialwissenschaftlichen Fakultat. Ferner mochte ich Prof. Dr. Gerhard Lehmbruch und Prof. Dr. Jurgen Fijalkowski fur ihre kritischen Kommentare und Hinweise meinen Dank ausdrucke

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"Jede empirische Studie ist ein ProzeB. Er reicht von der Entdeckung des difficulties iiber seine Untersuchung bis hin zu den einzelnen Formen, die Ergebnisse der Studie zu verwerten" (Friedrichs 1980, 119). Unter diesen Formen der Verwertung ist die Darstellung der Forschungsergebnisse die schwierigste.

Lokale „Agenda 21“-Prozesse: Erklärungsansätze, Konzepte und Ergebnisse

Das Buch beschäftigt sich mit dem Verhältnis der "Agenda 21"-Diskussion auf lokaler, nationaler und globaler Ebene und den Unterschieden lokaler "Agenda 21"-Prozesse sowie Gründen und Implikationen dieser Unterschiede.

Bürokratische Macht und demokratische Gesellschaft: Kontrolle der öffentlichen Verwaltung — ein internationaler Vergleich

Wenn Sundenbocke fur missratene Politik gesucht werden, geraten die of fentlichen Verwaltungen meist rasch ins Schussfeld des offentlichen Inter esses. Doch im allgemeinen werden weder die Vorwurfe noch ihre Adressa ten naher konkretisiert. In der Regel bleiben die meisten Attacken gegen die Verwaltungen folgenlos.

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Damit wird demlr Bürger/in im Rahmen des Rechtsstaatsprinzips die Chance gegeben, sich gegen Übergriffe der öffentlichen Verwaltungen zu Wehr zu setzen. Regierung und Bundesrechungshof kontrollieren die Verwaltung somit direkt. Die Ministerverantwortlichkeit gegenüber dem Parlament ist vom Grundgesetz dagegen nicht eindeutig beantwortet. Die Arbeitsweise der Bundesregierung fußt auf drei Prinzipien: dem Kanzlerprinzip, dem Ressortprinzip und dem Kollegialprinzip (GG Art. 65). So ist im Grundgesetz 16 17 Die Bundesaufsicht erstreckt sich nach Art 85, Abs.

Diese kleine Gruppe läßt sich nur schwer gegenüber der Gesamtgruppe isolieren, weil die Übergänge zwischen mächtig und ohnmächtig, einflußreich und einflußlos, bewußtseinsbestimmend und irrelevant für die Mitglieder fließend, außerdem auf den verschiedenen politischen Ebenen unterschiedlich sind" (Ellwein 1979, 390). 33 Verfassung und Rechenschaftspflichtigkeit An dieser Stelle soll auf die rechtliche Seite der Rechenschaftspflichtigkeit von Verwaltungen nach den jeweiligen Verfassungen eingegangen werden, um die Verantwortlichkeit deutlich zu machen.

Diese Definition von Kontrolle als einer kausalen Beziehung richtet das Augenmerk auch auf die jeweiligen Resonanzen bei der kontrollierten Person, aber auch beimIbei der Kontrollierenden. Sie erweitert damit sinnvoll die bisherige Operationalisierung des Begriffs. Allerdings verbergen sich hinter den Bezeichnungen A und B nicht nur Einzelpersonen. Aus diesem Grunde muß weiter gefragt werden: Wie sieht eine Einflußmöglichkeit auf die Verwaltung unter diesen Bedingungen konkret aus, sind Sanktionen möglich, wo setzen diese an und wie reagiert die jeweilige Verwaltung darauf?

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